Kippertreffen in Lutzhorn am 06.09.2014

 

Als langjähriges TOCH-Mitglied darf man auch mal selbst „zur Feder greifen“. So habe ich mir erlaubt, mal über den Tellerrand der Oldtimer-Trecker-Szene zu schauen und mit meiner Neuerwerbung, einem Magirus Deutz Mercur Dreiseitenkipper, Baujahr 1957, am Kippertreffen in Lutzhorn bei Bad Bramstedt teilzunehmen und über die Veranstaltung zu berichten.

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir, 3 „Mannsbilder“ und zwei „Deerns“, in Dassendorf mit 3 LKW's, einem Tieflader und einem Radlader gestartet. Bei gemütlichem Tempo, so zwischen 75 und 30 Stundenkilometern über Autobahn und Landstraßen, war Fahrspaß angesagt unter dem Motto „der Weg ist das Ziel“. In der Kiesgrube stießen wir dann auf  die unterschiedlichsten Fahrzeuge und Maschinen, auch einige Oldtimer-Trecker und Unimogs hatten sich eingefunden.

Vom Dreiseiten-3-Achs-Allradkipper über Kipper mit Anhängern, Raupen, Radlader, Bagger, Mini-Dumper bis zu umgebauten „Feuerwehr-Wohnmobilen“ war alles vertreten.

Unten in der Kiesgrube waren befestigte Fahrwege, aber auch genügend „Gelände“ mit unbefestigten Auf- und Abfahrten, auf denen sich alle Teilnehmer austoben konnten. Hier konnte man dann sehr schön die Grenzen des eigenen Fahrzeuges und die Fähigkeiten des Fahrers erkennen.

Das wichtigste aber waren die „Sandkastenspiele“ für große Kinder. So waren Radlader, Laderaupe und Bagger unermüdlich im Einsatz und beluden gekonnt alle Fahrzeuge, die ihre Last an anderer Stelle wieder abkippten. Dadurch war ständig Bewegung auf dem gesamten Areal, was natürlich die vielen Zuschauer und Fotografen erfreute wegen immer neuer Fotomotive. In diesem Jahr eine schweißtreibende und staubige Angelegenheit, aber das ist mir lieber als Gewitter und Matsch.

Meine Bewunderung gilt den Bagger- und Radladerfahrern, wie sie mit ihren Fahrzeugen professionell umgingen in einer Arbeitsgeschwindigkeit, die mich jedes mal wieder zum Staunen bringt. Jeder Greifer und jede Schaufel waren randvoll, das mach' mal erst einer nach!

Ausgerichtet wurde das Treffen von der NVG (Nutzfahrzeug-Veteranen-Gemeinschaft) unter der Leitung von Detlev Stolze aus Bad Bramstedt. Sein Team hatte alles bestens im Griff, seien es nun gekühlte Getränke, heiße Würstchen oder Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl. Alles andere lief wie von selbst ohne Streß und Hektik ab, so, wie es auch früher üblich war.

Am Nachmittag zog der Himmel sich langsam zu, und auf der Heimfahrt regnete es zum Abschluß.

Für mich war es das erste „Kippertreffen“, auch hier habe ich nur nette Leute getroffen, neue Kontakte geknüpft und neue Erfahrungen sammeln können. Mit anderen Worten: der Blick über den Oldtimer-Trecker-Tellerrand hat sich gelohnt.

 

Folgend Bilder gehören dazu mit Bildunterschriften:

 

0317 Schon bei der Ankunft festgefahren: Sand mit anmoorigem Untergrund

0319 so geht der Reifenwechsel auch ohne Wagenheber leicht

0320 ohne Allrad-Antrieb ging teilweise gar nichts...

0323 Teilansicht der Kiesgrube

0327 auch Oldtimer-Trecker waren da

0330 fast zu schade, um eingestaubt zu werden

0333 großes Gerät bei der Arbeit

0350 ein Radlader-“Fahrschüler“ beim Üben mit dem Ungetüm

 

Text: Jens-Peter Holm

Fotos: Ellen Holm